364-12 Akademie für Staatsmedizin, 1945-1970 (Bestand)

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Ref. code:364-12
Title:Akademie für Staatsmedizin
Laufzeit:1945-1970
Level:Bestand

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Number:1036
Running meters:9.50

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Administration history:Die Ausbildung der Ärzte des öffentlichen Gesundheitswesens erfolgte früher durch die Länder in verschiedenen Akademien. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens am 1. April 1935 war nur noch die Staatsmedizinische Akademie Berlin- Charlottenburg prüfungsberechtigt. Die anderen Akademien - mit Ausnahme von München - wurden geschlossen.
Bei der Bedeutung des öffentlichen Gesundheitswesens, gerade auch unter den Nachkriegsverhältnissen und einem Mangel an geeigneten Ärzten, wurde von der britischen Kontrollkommission schon auf der ersten Sitzung des Deutschen Beratungsausschusses für das Gesundheitswesen in Bünde vom 25.-27. Oktober 1945 die Sicherstellung der Ausbildung eines geeigneten Nachwuchses gefordert und auf der zweiten Sitzung am 12. Dezember 1945 für die britische Zone die Errichtung von zwei Akademien, in Hamburg und Düsseldorf, beschlossen.
Am 28. Dezember 1945 legten die Vertreter von Hamburg, Hannover und Schleswig-Holstein die Einzelheiten für die Errichtung der Hamburger „Sozialhygienischen Akademie“ fest. Aufbau und Geschäftsführung wurden dem damaligen Obermedizinalrat, Dozent für Hygiene, Dr. Dr. Harmsen übertragen. Anfang März 1946 wurde die Gründung der “Sozial- hygienischen Akademie Hamburg“ durch den Senat im Amtlichen Anzeiger Nr. 23 bekanntgegeben.
Ein ausführlicher Lehrplan kam am 15. März 1946 zur Versendung. Gegenüber einer während der Kriegszeit auf 4 Monate verkürzten Gesamtausbildung wurde nun eine einjährige Ausbildung gefordert, darunter ein viermonatiger Lehrgang an der Hamburger oder Düsseldorfer Akademie. Die neubearbeitete Prüfungsordnung trat im Bereich der britischen Zone am 1. April 1946 in Kraft.
Nach Anweisung der Militärregierung sollte der erste Lehrgang im April 1946 beginnen. Jedoch konnten erst am 29.April nach baulichen Veränderungen und Instandsetzungsarbeiten die für die Akademie bestimmten Räume im Hygienischen Institut bezogen werden.
Die Eröffnung der „Sozialhygienischen Akademie Hamburg“ fand am 30.April 1946 statt. Auf Beschluß des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg wurde die Akademie am 18. Mai 1948 in „Akademie für Staatsmedizin Hamburg“ umbenannt. In der Zeit ihres Bestehens hat die Akademie 26 Lehrgänge durchgeführt. Den ersten von April bis August 1946, den letzten von Oktober 1968 bis Februar 1969. Endgültig geschlossen wurde die „Akademie für Staatsmedizin Hamburg“ am 30. Juni 1970, nachdem der Staatsvertrag für die Errichtung einer gemeinschaftlichen Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen in Düsseldorf in Kraft trat.
Kassiert wurden einige Ordner unwesentlichen Inhalts, hauptsächlich Aufzeichnungen über Gebühren und Abrechnungen sowie Doppelstücke und der Schriftwechsel zu den Personalbögen, schließlich die Karteien der Teilnehmer und Dozenten, soweit sie in den verbleibenden Akten ebenfalls namentlich festgehalten sind. Der Umfang des Bestandes verringerte sich damit auf 2,8 lfd. Regalmeter. Die Veröffentlichungen der Akademie sind, soweit sie Hamburger Verhältnisse berühren, in der Bibliothek unter der Sachgruppe A 574 eingeordnet.
Die Signaturen der in die Petschaft-Sammlung übernommenen Siegel und Klischees sind: 44a und 50 bis 57.
Seines geringen Umfanges und des Sachzusammenhanges wegen ist das Schriftgut des Kuratoriums und des Prüfungsausschusses mit dem der
Akademie vereinigt worden.
Februar 1984
D. Neidhöfer
Archival history:Der Best. enthält Unterlagen zu: Verwaltung der Akademie, Ausbildung, Prüfungen und einzelnen Lehrgängen, Dozentenschaft sowie Ärztefortbildung, nicht zuletzt auch zahlreiche Veröffentlichungen der Akademie.

Die Registraturführung umfaßte das Schriftgut der Provenienzen „Akademie“, „Kuratorium“ und „Prüfungsausschuß“. Die Aktenverwaltung erfolgte ungetrennt und ohne äußerliche Kennzeichnung. Die Akten und die Bücherei wurden deshalb an die Gesundheitsbehörde geschlossen abgeliefert. Inventar und Geräte, soweit sie noch gebrauchsfähig waren, wurden an interessierte Länder verteilt.
Nach vorheriger Prüfung der Archivwürdigkeit bei der abliefernden Behörde wurden am 7. April 1982 etwa 16 lfd. Meter Akten, Drucksachen und Karteikästen an das Staatsarchiv abgeliefert. Am 11. Oktober übersandte die Gesundheitsbehörde Siegel und Klischees der Akademie für Staatsmedizin, die zur Petschaft-Sammlung genommen wurden. Am 2. März 1983 wurden die Amtsarzt-Prüfungsarbeiten an die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf ausgehändigt.

Jede Archivguteinheit ist wie folgt zu zitieren: Staatsarchiv Hamburg, 364-12 Akademie für Staatsmedizin, Nr. … .

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Finding aids:Findbuch (Papier)
Signierung:Alte AE-Nr.
 

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Number:1
 

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End of term of protection:12/31/2000
Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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URL:https://recherche.staatsarchiv.hamburg.de/ScopeQuery5.2/detail.aspx?Id=2394
 

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