4 GEBIETSVERWALTUNG (Beständehauptgruppe)

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Title:GEBIETSVERWALTUNG
Kommentierte Beständeübersicht:Das hamburgische Landgebiet, das teils durch Erwerbungen der Klöster und Hospitä-ler, teils durch Erwerbungen Hamburger Bürger zusammenkam, gliederte sich seit dem 15.Jh. in die Landherrenschaft Hamm und Horn, die Waldherrenschaft, die Landherrenschaft Bill- und Ochsenwerder, das von Hamburg und Lübeck gemeinsam verwaltete Amt Bergedorf und das Amt Ritzebüttel. 1830 wurden die zusammenfassenden Landherrenschaften der Marsch- und der Geestlande geschaffen, 1868 machte man das Amt Ritzebüttel zur Landherrenschaft, 1872 wurde das ganz an Hamburg gelangte Amt Bergedorf in eine eigene Landherrenschaft umgewandelt. Alle Landherrenschaften wurden 1928 zur Landherrenschaft zusammengefaßt. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 wurden die neu zu Hamburg gekommenen preußischen Gebiete in die Gesamtgemeinde einbezogen. 1944 kam es zur Aufgliederung des Landgebietes in Kreise, die bei der Neugliederung der hamburgischen Gebietsverwaltung 1949 in Bezirke mit Bezirksämtern übergingen. Als Patronate wurden nach 1830 die beiden Vorstädte Hamburger Berg (seit 1833 St. Pauli) und St. Georg (durch Neuorganisation des Landgebietes aus Teilen der Gebiete der früheren Landherren-schaft Hamm und Horn und des St. Georgshospitals gebildet) eingerichtet. St. Georg wurde 1868, St. Pauli 1875 in das Stadtgebiet integriert. Innerhalb der Landgebietsverwaltung bestanden kommunale Körperschaften, die in den Marschlanden zumeist Landschaften genannt wurden, auf der Geest Dorfschaften. Erst 1872 wurden diese Körperschaften einheitlich zu Gemeinden, nachdem die meisten von ihnen 1811-1813 als Mairien im Rahmen der französischen Verwaltung fungiert hatten. 1944 wurden die Ortsämter als unterste kommunale Verwaltungsstellen des Landgebietes eingerich-tet; sie konnten 1949 als Unterstruktur der Bezirksämter erhalten bleiben.

Lit.: Klaus Richter, Quellen zur Hamburger Stadtteilgeschichte, in: Zwischen Verwaltung und Wissenschaft. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart des Staatsarchivs Hamburg, hrsg. von Hans Wilhelm Eckardt und Peter Gabrielsson, Hamburg 1985, S. 171-184
(LS)
 

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