622-2/2 Heinrich Barth (Bestand)

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Ref. code:622-2/2
Title:Heinrich Barth
Lebenszeit Bestandsbildner:1821-1865
Level:Bestand

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Administration history:Zum Provenienzbildner:

Heinrich Barth wurde am 16. Februar 1821 in Hamburg geboren. Nachdem er von 1839-1844 in Berlin Sprachwissenschaft, Geschichte, Geographie und Archäologie studiert hatte, machte er 1845-1847 seine erste Reise in die Randländer des Mittelmeeres. Auf einen kurzen Aufenthalt in Berlin, während dessen er sich als Privatdozent habilitierte, folgte bereits 1849 seine Teilnahme an der Expedition ins Innere Afrikas, die von dem Engländer Richardson in amtlichem Auftrag unternommen wurde. Diese Reise, bei der Barth sowohl Richardson wie seinen Hamburger Landsmann und Reisegenossen Overweg überlebte, dehnte sich bis ins Jahr 1855 aus. Weitere Reisen führten ihn nach Kleinasien, Italien, Spanien und in den Balkan. 1863 erhielt er die Professur seines Lehrers Carl Ritter in Berlin, dort starb er jedoch bereits am 25. November 1865.
Archival history:Heinrich Barths schriftlichen Nachlaß übernahm sein Schwager, der spätere Generalleutnant v. Schubert, von dessen Erben ihn 1912 der Hamburger Senat für 12000 Mark ankaufte und der Zentralstelle des dortigen Kolonialinstituts überwies. Der größte Teil dieser Papiere betrifft die Barthschen Reisen oder ist wissenschaftlicher Natur. Das gilt sowohl von den eigenen Aufzeichnungen Barths wie von den erhaltenen Korrespondenzen. Die sonst in Nachlässen so häufigen ausgesprochenen "Familienpapiere" fehlen ganz; über seine Jugend, Ausbildung, aber auch seine Berliner Tätigkeit als Professor erfahren wir aus dem Nachlaß von ein paar Briefen rein privaten Charakters abgesehen nur das, was im Zusammenhang mit den genannten Gebieten steht. Mitangekauft, aber vom Kolonialinstitut noch nicht übernommen, wurden die an einen Neffen Gustav Nachtigals, Rudolf Prietze in Kairo ausgeliehenen Barthschen Aufzeichnungen über afrikanische Sprachen, die dieser zusammen mit solchen seines Onkels und des Afrikaforschers Gerhard Rohlfs bearbeiten wollte.
Der Nachlaß wurde im Kolonialinstitut geordnet und zum größten Teil verzeichnet. Das Verzeichnis befindet sich in doppelter Ausfertigung in den Geschäftsakten des Instituts. Darin werden 2 Stücke als an Prof. Becker ausgeliehen bezeichnet. Vom Weltwirtschaftsarchiv als Nachfolgestelle des Kolonialinstituts übernahm 1930 das Staatsarchiv den Nachlaß. 1933 wurden nach dem Tode Prietzes auch die noch bei diesem befindlichen Stücke abgeliefert.
Bei der 1948 erfolgten Ordnung des Nachlasses wurde das bisherige Schema nicht beibehalten, insbesondere wurden auch die bisher nach Korrespondenten alphabetisch geordneten Teile des Briefwechsels jetzt Sachgruppen eingegliedert. Dabei konnte das bisherige Verzeichnis dieses Teiles, um die darin nicht vorhandenen Korrespondenten anderer Teile und die auf den Umschlägen von der Hand v. Schuberts vorliegenden biographischen Notizen vermehrt, als alphabetisches Korrespondentenregister verwertet werden.

Gez. Dietrich Kausche, 28. September 1948.

Das unter V 4 verzeichnete Material wurde im Mai 1983 von Frau Dr. Erika Dinkler-von Schubert, Heidelberg, an das Staatsarchiv abgegeben.

Gez. Dr. Hans Wilhelm Eckardt, 19. Mai 1983.

Ein Ölgemälde zum Nachlass Barth gehörendes Ölgemälde von J.M. Bernatz (Darstellung der Landschaft am Tschad-Seenach einer Skizze von Heinrich Barth) wurde mit Zustimmung des Nachlassverwalters der Schenkungsgeberin im März 2003 dem Museum für Völkerkunde (heute: MARKK) übergeben. Ein entsprechender Schenkungsvertrag wurde mit dem Museum abgeschlossen.

Gez. Dr. Klaus Richter, 02. März 2003.
Kommentierte Beständeübersicht:1821-1865; Forschungsreisen

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Access regulations:Benutzung nach HmbArchG. Keine weiteren Spezialvorschriften oder Genehmigungsvorbehalte.
Finding aids:Findbuch (Papier)
Signierung:Alte AE-Nr.

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Originals (existence, storage location):Weiteres Material liegt in der Staats- und universitätsbibliothek Hamburg
Copies (existence, storage location):Merker
Publications:Heinrich Schiffers, Der handschriftliche Nachlaß [in Hamburg, Marburg, Berlin, Gotha, London, Paris] in: Heinrich Barth, Ein Forscher in Afrika..., hg. von h. Schiffers, Wiesbaden 1967, S. 491 ff
Adalbert Plott, Literatur von und über Heinrich Barth (Bibl. Signatur A 752/23-3)
 

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Number:1
 

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Related units of description:siehe auch:
720-1/388-32 Barth, Heinrich (Bestand)
 

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